Der Teaser der Woche Schreibschule

Wie ein guter Teaser aussehen soll

Zu lang, zu kurz, verschachtelte Sätze, zu viele Details, automatisch aus dem Textanfang generiert: Wer einen Teaser schreibt, kann in viele Fallen tappen. Aber wie macht man’s besser? Dieser Artikel verrät’s.

Was beim Formulieren eines Teasers alles schiefgeben kann, haben aufmerksame Leser aus den vergangenen Beiträgen dieser Schreibschule gelernt. Wer einen Anreißer schreiben will, muss einige Hürden nehmen. Aber wie soll nun ein guter, ansprechender Teaser geschrieben sein? Was spricht User an und weckt ihr Interesse? Hierzu gibt es ein paar einfache Faustregeln.

Was einen Teaser lesenswert macht

  • Der Teaser sollte kurz und prägnant sein. Das heißt, er verzichtet auf überflüssige Details und zu viele Infos und beschränkt sich auf zwei bis vier kurze Sätze.
  • Der Teaser sollte ansprechend und konkret sein: Der User hat idealerweise umgehend einen Bezug zum Thema, kann sich vorstellen, worum es geht und warum das Thema für ihn relevant sein könnte.
  • Der Teaser liefert eine Motivation zum Klicken: Der Anreiz zum Weiterlesen steckt im letzten Satz. Dabei kann es sich um einen Ausblick handeln, welche Informationen im dazugehörigen Text folgen, oder es wird ein Thema angerissen, aber nicht weiter ausgeführt. Das ist der Cliffhanger.

Ein solcher Anreißer ist für User einfach zu verstehen – auch beim bloßen Überfliegen der Webseite. In unserem Teaser von der welt.de-Webseite funktioniert das gut. Schon die Headline deutet eine lesenswerte Geschichte an, auch deshalb, weil sie nicht zu viel verrät.

Konkrete Beispiele und ein Versprechen

Der Teasertext steigt ein mit drei konkreten und anschaulichen Beispielen, die der User sich vorstellen kann, so wie die „schnöden Blumen“ und die „Gutscheine, die nie eingelöst werden“. Der zweite Satz enthält dann ein Versprechen: Klickt man weiter und liest den dazugehörigen Text, dann erfährt man etwas Spannendes – nämlich über die Alternativen zu den langweiligen Muttertagsgeschenken.

Mehr als das braucht der Teaser nicht, um neugierig zu machen. Er ist klar strukturiert, einfach aufgebaut und trotzdem ansprechend – oder vielleicht gerade deshalb.

Nicht jeder Anreißer muss nach diesem Schema aufgebaut sein, das ist immer auch abhängig vom Thema und von der Zielgruppe. Aber mit diesem Rezept entsteht vor allem bei leichteren Themen mit Sicherheit ein interessanter Teaser.

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